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Gemeindeverwaltung Aidlingen

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Fon: 07056/1284

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Donnerstag

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Geschichte

Überblick

Entstehung

Aidlingen von Osten

Aidlingen mit seinem Ortsteil Lehenweiler und den früher selbständigen Gemeinden Deufringen und Dachtel liegt in der besonders reizvollen Landschaft des "Heckengäus", 10 km westlich von Böblingen. Vorgeschichtliche Funde deuten darauf hin, dass das Gemeindegebiet schon in der Jungsteinzeit, die bis etwa 1800 v.Chr. gerechnet wird, besiedelt war. Nach der Vertreibung der Römer durch die Alemannen, etwa ab 260 n.Chr., legten diese seit dem 6. Jahrhundert Dörfer an, zu deren ältesten die -ingen Orte Aidlingen und Deufringen zählten.

Otelingen, wie der alte Namen Aidlingens lautete, wird erstmals in einer um 1150 gefälschten Urkunde des Klosters Reichenau genannt, die auf den 01. September 843 datiert ist. Mit dieser ältesten Nennung von Aidlingen ist diese Urkunde damit der "Geburtsschein" für Aidlingen. Das Kloster verkaufte seinen Besitz am 21. Juni 1355 an die Herren von Bondorf, die weitere Güter aus Niederadelsbesitz hinzuerwarben. 1365 ging der ganze Bondorfer Besitz sowie weitere Güter der Pfalzgrafen von Tübingen an die Grafen von Württemberg über. Die Gemeinde gehörte seitdem zum württembergischen Amt Böblingen.

Pfarrkirche St. Nikolaus

Kirchturm Aidlingen

Die sehenswerte spätgotische evangelische Pfarrkirche St. Nikolaus wurde um 1471 vollendet (Taufstein).

Ihr mächtiger, etwas älterer Turm, einst Zentrum einer Wehrkirchenanlage, überragt weit den sich im Tal zusammendrängenden Ortskern.

Landwirtschaft und Lehenweiler

Schafherde

Die Bevölkerung lebte früher ausschließlich von der Landwirtschaft. Daneben bestanden zahlreiche Handwerksbetriebe. Schon im 15. Jahrhundert werden fünf Mühlen genannt, zu denen um 1880 noch eine weitere kam. Vom Dreißigjährigen Krieg an spielte auch das Weberhandwerk eine große Rolle. Durch den Bevölkerungsverlust, der auch die Gemeinde Aidlingen während des Dreißigjährigen Krieges betroffen hat, blieben die weit abgelegenen nördlichen Teile der Markung unbebaut liegen. In diesem Gebiet "Lehen" gab Herzog Eberhard Ludwig am 07. Juni 1709 zwei Siedlern, gedienten Gardereitern, das Niederlassungsrecht. Aus dieser Ansiedlung entwickelte sich der heutige Ortsteil Lehenweiler.

Bauerngemeinde - Arbeiterwohngemeinde

Ortsansicht Aidlingen

Der kärgliche Boden der Gemeinde- markung konnte in der Folgezeit die stark wachsenden Familien nicht mehr ernähren, das führte um die Jahrhundertwende zu einer großen Auswanderung und Landflucht. Erst mit der Industrieansiedlung in den nahen Städten Böblingen und Sindelfingen fanden dann in zunehmendem Maße die Menschen dort wieder Arbeit und Verdienst. In kurzer Zeit vollzog sich der Wandel von der Bauerngemeinde zur Arbeiterwohngemeinde.

Heute ist der überwiegende Teil der Bevölkerung in den benachbarten Städten beschäftigt. Neben einem leistungsfähigen örtlichen Gewerbe und Handel weist die Gemeinde selbst keine nennenswerte Industrie auf.

Bevölkerungszahl

Eigenart - Venusberg Nord

Die Bevölkerungszahl, die um das Jahr 1850 mit rund 1900 Einwohnern ihren Höhepunkt erreicht hatte, nahm in der Folgezeit stark ab. Im Jahre 1939 zählte die Gemeinde nur noch 1497 Einwohner. Durch den Zustrom von Heimatvertriebenen nach dem Zweiten Weltkrieg hatte sich die Einwohnerzahl im Jahre 1946 auf 2200 Einwohner erhöht. Zur Behebung der großen Wohnungsnot wurden am östlichen und westlichen Ortsrand der Gemeinde Neubaugebiete erschlossen, in denen sich zahlreiche Alt- und Neubürger mit viel Eigenleistungen und Idealismus Eigenheime erstellten. Durch die Erschließung weiterer Baugebiete stieg die Einwohnerzahl der Gemeinde bis zum Jahr 1971 auf 4150 Personen.

Gemeindereform

Zu diesem Zeitpunkt kamen dann im Zuge der Gemeindereform aufgrund von freiwilligen Vereinbarungen die westlich angrenzenden Nachbargemeinden zur Gemeinde Aidlingen, und zwar am 01.09.1971 die Gemeinde Dachtel mit 628 Einwohnern und am 01.12.1971 die Gemeinde Deufringen mit 1195 Einwohnern.

Dachtel

Blick auf Dachtel

Zu deren Geschichte ist zu bemerken, dass Dachtel als "Dahtela" im Schenkungsbuch des Klosters Hirsau erscheint, das gegen Ende des 15. Jahrhunderts anhand alter Aufschriebe zusammengestellt wurde, wonach das Kloster hier im 12. Jahrhundert durch Stiftungen Güter erhielt.

Kirchlich besaß der Ort 1275 - dies ist seine erste exakt datierte Nennung - den Status einer Pfarrei.

Im Jahre 1379 erscheinen die Herren von Waldeck urkundlich als Ortsherren in Dachtel, deren Erben 1418 ihre Rechte an Dachtel an das Haus Württemberg verkauften.

Deufringen

Blilck auf Deufringen vom Eckberg

Der Ort Deufringen wird erstmals am 17. Juli 1268 als "Tuveringen" in einer Urkunde des Stifts Sindelfingen erwähnt. In dieser Urkunde weist Pfalzgraf Rudolf I von Tübingen dem Martinsstift in Sindelfingen Einkünfte aus seinen Gütern in Deufringen zu. 1357 kam das Dorf von den Pfalzgrafen von Tübingen mit der Stadt Böblingen an Württemberg. Von 1402 bis 1699 erhielten die Herren von Gültlingen vom Haus Württemberg Deufringen als Lehen. An die Herren von Gültlingen erinnert ihr Schloss aus dem 16. Jahrhundert, das sich heute im Besitz der Gemeinde befindet.

Beliebtes Naherholungsgebiet

Höhnle Erholungsgelände

Durch die Eingliederung dieser beiden Orte hat sich die Fläche des Gemeindegebiets Aidlingen von 1541 ha auf 2655 ha vergrößert. Mehr als die Hälfte der Gemeindemarkung sind Natur- und Landschaftsschutzgebiete und rund ein Drittel ist Wald. Aidlingen ist deshalb ein beliebtes Naherholungsgebiet.

Die Landschaft wird geprägt durch umfangreiche Waldgebiete und ödlandflächen, deren höchste Erhebungen das "Höhnle" bei Dachtel mit 573 m und der "Venusberg" bei Lehenweiler mit 537 m sind sowie durch die Täler der Irm, der Aid und der Würm, mit dem tiefsten Punkt der Markung im Würmtal nördlich der Kläranlage, mit 403 m.

Das Wappen

Wappen Aidlingen

Nach der Eingliederung der beiden Orte Dachtel und Deufringen hat das Innenministerium der Gemeinde Aidlingen am 12.01.1973 das Recht verliehen, ein neues - wie folgt beschriebenes - Wappen zu führen:

"In Silber (weiß) ein blauer Reichsapfel mit goldenem (gelben) Beschläg und blauem Kreuz. Die Gemeindefarben sind blau und weiß (Silber)".

Das Wappen geht auf das alte reichsapfelähnliche Fleckenzeichen der Gemeinde zurück, dessen Herkunft nicht geklärt ist, aber bereits auf Markungssteinen ab 1609 und im Kieserschen Forstlagerbuch von 1681 nachgewiesen wird.

Lebendig - Lebens- und Liebenswert

Hopfenzopfen

Alle Ortsteile der Gesamtgemeinde Aidlingen sind heute beliebte Wohnorte.

Durch die Erschließung von Neubaugebieten ist die Einwohnerzahl auf derzeit 8876 Personen angewachsen, davon in Aidlingen 5197, Lehenweiler 499, Deufringen 1844 und Dachtel 1336.

Trotz dieses raschen Wachstums ist Aidlingen mit seinen Ortsteilen eine lebendige, lebens- und liebenswerte Gemeinde geblieben.

Die nahezu vollzähligen infrastrukturellen Einrichtungen - wie Grundschulen und Hauptschule mit Werkrealschule, Kindergärten, Gemeindehalle, Sporthalle, Rasen-, Sport- und Tennisplätze sowie kirchliche Begegnungsstätten tun ein Übriges.

Vergangenheit - Gegenwart - Zunkunft

Aidlingen hat die Aufgaben der Vergangenheit bewältigt, ist der Gegenwart verpflichtet und hat die Voraussetzungen für eine gute Zukunft geschaffen.

Kontakt und Anschrift

Gemeindeverwaltung Aidlingen | Hauptstraße 6 | 71134 Aidlingen | Fon: 07034/125-0 | Fax: 07034/125-55 | E-Mail schreiben